21 Jan
In einer nahen Zukunft, in der die Regierung ältere Menschen in abgelegene Seniorenkolonien umsiedelt, um die Produktivität der jüngeren Bevölkerung zu maximieren, weigert sich die 77-jährige Tereza (Denise Weinberg) sich ihrem auferzwungenen Schicksal zu fügen. Von ihrer Heimat, einer Industriestadt im brasilianischen Amazonasgebiet, begibt sie sich auf eine transformative Reise durch die Flüsse und Nebenflüsse des Amazonas, entschlossen, sich einen letzten Wunsch zu erfüllen, bevor ihr die Freiheit genommen wird. Auf ihrem Weg trifft sie auf unterschiedliche Wegbereiter und meistert große Herausforderungen, die ihren Lebensweg auch in alten Jahren noch in unerwartete Richtungen lenken.
Der brasilianische Regisseur Gabriel Mascaro, bekannt für Filme wie „Boi Neon“, präsentiert mit „Das Tiefste Blau“ (Originaltitel: „O Último Azul“) einen Blick in eine dystopische Zukunft, angesiedelt in seiner Heimat Brasilien. Das abenteuerliche Drama lädt das Publikum ein, über die Bedeutung von Freiheit und Selbstbestimmung im Alter nachzudenken und stellt die Frage, wie weit eine Gesellschaft gehen darf, um wirtschaftliche Effizienz zu erreichen. Das Drehbuch schrieb Gabriel Mascaro gemeinsam mit Tibério Azul. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit von Brasilien, Mexiko, Chile und den Niederlanden.
„Das Tiefste Blau“ feierte seine Weltpremiere im Februar 2025 im Wettbewerb der 75. Berlinale, wo das brasilianische Drama den großen Preis der Jury, den Silbernen Bären, gewann.