08 Mrz
Nach dem Roman von Nicholas Sparks
Um einer an Alzheimer erkrankten Greisin den Tag zu versüßen, liest ihr der alternde Duke eine Geschichte vor. Die handelt vom jungen, aus armen Verhältnissen stammenden Noah und wie er sich Anfang der 40er Jahre in die zugereiste Allie, Tochter aus reichem Hause, verliebt. Allies dünkelhafte Mutter ist davon gar nicht angetan und torpediert die Beziehung in den ereignisreichen Folgejahren unerbittlich. Doch Noah gibt nicht auf.
11 Mrz
Barnsteiner Film:
„Ich sterbe. Kommst du?“ wagt einen ungewöhnlichen Blick auf das Sterben, erzählt von den Herausforderungen letzter Lebenstage, vom Abschiednehmen, der Angst vor dem Tod, aber auch vom Humor, den das Leben bis zum Schluss behält und der Erkenntnis, dass das Leben oft unfertig zu Ende geht.
Nadine, eine junge Mutter, leidet an Krebs im Endstadium. Sie nimmt Abschied von ihrer Wohnung, ihrem bisherigen Leben und zieht nicht freiwillig in ein Hospiz.
Denn ihre Mutter Renate, selbst überfordert mit der Situation ihr eigenes Kind auf diesem letzten Wegabschnitt begleiten zu müssen, versucht die Organisation zu übernehmen, auch um im Handeln der Trauer zu entfliehen.
Wütend über die ihr aufgezwungene Situation sitzt Nadine in ihrem Hospizzimmer und sehnt sich nach ihrer Wohnung und ihrem sechsjährigen Sohn Dexter.
Im Laufe des Films nimmt sie ihr neues, letztes Zuhause, in dem sich eine letzte Wohngemeinschaft versammelt, langsam an. Nach und nach kommt sie mit den anderen Mitbewohnern des Hospiz‘ in Kontakt und beginnt sich mit ihrer eigenen und der Situation der anderen auseinanderzusetzen – wütend und aggressiv, feinfühlig und grob, heiter und traurig. Sie findet eine Freundin in Marion, einer lebenslustigen Frau, die sich vom Sterben nicht unterkriegen lassen will.
Und Dexter? Er setzt sich auf seine eigene Weise mit dem Sterben und dem Tod seiner Mutter auseinander. Am Ende macht er auf dem Friedhof Hausaufgaben und legt Nadine selbstgemalte Bilder vor den Grabstein auf dem steht: „Wer das hier liest, braucht vor nichts Angst zu haben.“
Regisseur Benjamin Kramme hat hier einen Film über das Loslassen gedreht, darüber, zu akzeptieren, was man nicht ändern kann, und trotzdem nicht zu resignieren. Sterben kann man nicht üben. Man kann es auch nicht falsch machen, man kann es nur ertragen.
Indem er einen ungeschönt ehrlichen Blick auf das Sterben wirft und immer wieder auch humorvoll von den Herausforderungen erzählt, nimmt er seinem Film die Beklemmung, die das gesellschaftliche Tabu Sterben immer noch auslöst.
Das Drehbuch für den Film wurde inspiriert von echten Geschichten. Denn neben der Schauspielerei hat Kramme per Fernstudium Sozialpädagogik studiert und dafür im Hospiz Schloss Bernstorf ein Jahr lang ein Praktikum absolviert.
Beim Festival Max Ophüls Preis 2025 gewann dieses sehr gelungene Debüt den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film. In der Jurybegründung wurden das »Feingefühl und die Klarheit« hervorgehoben und die Aussage, »dass wir auch am Ende Bedeutung in das Leben anderer tragen können. Denn wer diesen Film sieht, braucht vor nichts Angst zu haben.«
Hauptdarstellerin Jennifer Sabel aus Schwerin gewann im Oktober 2025 den Deutschen Schauspielpreis, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Schauspielkunst, in der Kategorie „Dramatische Hauptrolle“.
18 Mrz
Ein Kleinstadt-Tennisclub will sich einen neuen Grill für die gemeinschaftlichen Sommerabende zulegen. Vize-Vereinsvorsitzender Matthias (Friedrich Mücke) und Inhaber Heribert (Hape Kerkeling) sind sich einig: Ein edles Modell mit verschiedenen Grillfunktionen soll es werden. Für die beiden könnte es so einfach sein, Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst) haut noch einen Spruch hinterher. Doch als die Frage von Torstens Frau Melanie (Anja Knauer) aufgeworfen wird, ob nicht ein zweiter Grill für das einzige muslimische Clubmitglied Erol (Fahri Yardim) angeschafft werden soll, kippt die Stimmung. Was als harmloser Vorschlag aufkam, kocht im rasenden Tempo zu einer brisanten Diskussion hoch, die den Tennisclub bis aufs Mark erschüttert.
Der deutsche Filmemacher Marcus H. Rosenmüller („Neue Geschichten vom Pumuckl“) adaptiert mit „Extrawurst“ die gleichnamige Theaterkomödie von „Stromberg“-Autor Dietmar Jacobs und Comedian Moritz Netenjakob für die große Leinwand. Das Theaterstück zählt zu den erfolgreichsten Bühnenproduktionen der letzten Jahre in Deutschland. Nach seiner Uraufführung 2019 entwickelte es sich bis 2022 zum meistgespielten Stück des Landes. Die preisgekrönte Komödie, ausgezeichnet mit dem Monica-Bleibtreu-Preis, behandelt die Themen Integration und Rassismus mit einem humorvollen Ansatz. „Extrawurst“ zeigt auf humorvolle, aber auch ernsthafte Weise, wie sich eine harmlose Diskussion in einem bürgerlichen Milieu verselbstständigen kann, wenn zugrundeliegende Vorurteile und Ängste an die Oberfläche gelangen.
25 Mrz
Als jüngster Sohn des Psychiaters wuchs Joachim (Bruno Alexander) auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie auf, absolvierte mit Strapazen ein Austauschjahr in den USA sowie die Schulzeit und steht nun kurz vor dem Zivildienst, als plötzlich ein Wunder geschieht. Angenommen an der Schauspielschule in München, lässt Joachim alles zurück und zieht in die großelterliche Villa in Nymphenburg. Mit seiner Großmutter (Senta Berger), die als ehemalige Schauspielerin immer noch exzentrische Diva-Allüren an den Tag legt, und seinem Großvater (Michael Wittenborn), einem strengen Philosophieprofessor im Ruhestand, lebt der junge Mann ein unübliches Studentenleben.
Während Joachim sich an der Schauspielschule ungeahnten Schwierigkeiten stellen muss, ertränkt er seine Sorgen abends mit den Großeltern auf dem Sofa in Rotwein. So ringt er täglich mit der großen Überforderung auf der Bühne und bemerkt abseits dieser, dass auch seine Großeltern noch still und leise den ein oder anderen Kampf zu kämpfen haben.
Unter dem Namen „Alle Toten fliegen hoch“ hat der deutsche Schauspieler Joachim Meyerhoff („Babylon Berlin“) seine Familiengeschichte auf die Bühne gebracht und später als Roman veröffentlicht. Nachdem bereits der zweite Teil „Wann wird es endlich so, wie es nie war“ verfilmt wurde, folgt mit „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ eine Leinwandadaption des gleichnamigen dritten Bands.
Regie übernahm diesmal der deutsche Filmemacher Simon Verhoeven („Männerherzen“).