22 Apr
Preußen, 1704: Königin Sophie Charlotte von Preußen (Antonia Bill) fühlt sich in ihrem höfischen Leben intellektuell unterfordert und sehnt sich nach dem Austausch mit ihrem einstigen Lehrer, dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (Edgar Selge). Er, ein Denker seiner Zeit, ist für sie ein unverzichtbarer Wegbegleiter in Fragen der Philosophie, Mathematik und des Lebens. Um seine geistige Nähe zumindest symbolisch wiederherzustellen, beauftragt sie ein Porträt von Leibniz. Doch die Porträtsitzungen gestalten sich als Herausforderung: Der große Denker hinterfragt unentwegt die Natur der Kunst und die Abbildung der Realität. Hofmaler Delalandre (Lars Eidinger) sieht sich in seiner Kunst attackiert.
Einzig die junge Malerin Aaltje van de Meer (Aenne Schwarz) schafft es, mit Leibniz auf Augenhöhe zu kommunizieren. Zwischen beiden entspinnt sich ein intensiver Dialog über Kunst, Wissenschaft und die ewige Suche nach Wahrheit, der intellektuelle und emotionale Grenzen überschreitet.
Mit „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ kehrt der renommierte Regisseur Edgar Reitz, bekannt durch seine epische „Heimat“-Filmreihe, eindrucksvoll auf die Kinoleinwand zurück. Statt sich jedoch einer klassischen Biografie zu widmen, konzentriert sich Reitz auf eine fiktive Episode aus dem Leben des Universalgelehrten Leibniz (1646-1716), um die Themen Kunst und Realität zu ergründen. Gemeinsam mit Co-Regisseur Anatol Schuster („Frau Stern“) und Drehbuchautor Gert Heidenreich entwickelte Reitz einen Film, der intellektuelle Tiefe mit emotionaler Intensität vereint.
Die hochkarätige Besetzung trägt entscheidend zur Wirkung des Films bei. Edgar Selge („Das Experiment“) verkörpert mit beeindruckender Präzision die komplexe Figur des Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Genialität ebenso faszinierend wie herausfordernd ist. An seiner Seite glänzt Aenne Schwarz („Alles ist gut“) als Malerin Aaltje van de Meer, die mit ihrem scharfen Intellekt und ihrer Leidenschaft für die Kunst eine ideale Gesprächspartnerin für den Gelehrten darstellt. Antonia Bill („Deutschland 83“) spielt die Rolle der Königin Sophie Charlotte, Lars Eidinger („Babylon Berlin“) und Barbara Sukowa („Hannah Arendt“) runden das Ensemble ab.
25 Apr
Am 25.04.2026 zeigt sich Bad Doberan in sattem Grün und das Kamp-Theater strahlt vor Lebensfreude.
Zur 4. Irish Night präsentieren wir ein abwechslungsreiches Line-up:
Erstmals dabei "The 3 Buachailli" aus Cork, Irland, sowie "Several Gents".
Durch den Abend führt Ola van Sander, bevor traditionell "Bad Penny" übernimmt - und dabei ihre neue Platte "Connemara" vorstellt.
Karten gibt es zum Preis von 30 EUR an der VVK im Kamp-Theater-Restaurant und in der Tourist-Info Bad Doberan, online im Ticketshop des Kino- u. Kulturverein auf eventim-light.com, evtl. Restkarten für 35 EUR an der Abendkasse.
Am 25.04.2026 - 19:30, Einlass ab 18:30.
29 Apr
Paris in den 1960er Jahren: Esther Perez bringt ihr sechstes Kind zur Welt, den kleinen Roland. Er wird mit einer Fehlbildung am Fuß geboren. Die Ärzte sind sich sicher, dass Roland niemals richtig laufen wird. Doch Esther ist eine starke und sture Frau, die ihrem Kopf und vor allem ihrem Herzen folgt. Entgegen aller Ratschläge verspricht sie Roland, dass er an seinem ersten Schultag wie alle anderen Kinder auf eigenen Beinen in die Schule gehen wird. Roland wird ein glücklicher Mensch sein, dem es an nichts mangelt, dafür werde sie schon sorgen. Basta. Und Esther ist eine Mutter, die wahre Wunder vollbringen kann. Alles setzt sie nun daran, ihr Versprechen zu halten und schleppt Roland von Orthopäde zu Heilerin und wieder zurück. Mit unerschütterlichem Optimismus ist sie niemals um eine neue Strategie verlegen, die ihrem Sohn das Glück bescheren kann, auf eigenen Beinen zu stehen, selbst wenn der liebe Gott dabei eine Rolle spielen muss und ihre jüdische Großfamilie dazu verdammt ist, monatelang den heilsamen Klängen französischer Chansons zu lauschen.
MIT LIEBE UND CHANSONS ist die unglaubliche, aber wahre und mit viel Humor erzählte Geschichte von der größten Liebe, die es geben kann: die einer Mutter zu ihrem Kind.
Hier gelingt eine großartige Familiensaga über die Hingabe und Kraft, die darin liegt, sich dem Schicksal gemeinsam zu stellen. Eine zutiefst berührende und warmherzige Tragikomödie, die den Pfaden der Liebe folgt und dem Publikum ein wundervolles Kinoerlebnis schenkt.
06 Mai
Am Abend des 7. Oktober 1989. Mitten auf einer Müllkippe wird Gerat Lauter (Frank Stieren) zusammengeschlagen und mit dem Kopf in ätzende Lauge gedrückt.
Während die Ärzte im Krankenhaus um das Augenlicht des 17-Jährigen kämpfen, erinnert sich Gerat an die Zeit davor. Schon als Schüler gibt es für ihn nichts Wichtigeres als die Wahrheit zu sagen, auch wenn er dadurch seinen Traumjob nicht bekommt. Kein Wunder, dass es nicht nur zwischen ihm und seinen Eltern (Winfried Glatzeder und Elisabeth Richter) Spannungen gibt. Aber Gerat will sich unter keinen Umständen den Zwängen der Gesellschaft anpassen. Er hält es zu Hause nicht mehr aus, bricht mit seinem Vater und findet Hilfe und Verständnis bei seiner Lehrerin Claudia (Dagmar Manzel). Zwischen den Beiden entsteht eine Romanze. Doch auch Claudia hat Angst vor zu viel Ehrlichkeit und Veränderung und bricht letztendlich den Kontakt ab. Gerat hat mittlerweile Arbeit auf einer Mülldeponie gefunden. Aber auch hier eckt er wieder mit seiner unerschütterlichen Moral an. Während sich seine Kollegen mit dem illegalen Weiterverkauf von Altmetall und Sperrmüll etwas dazu verdienen, bleibt Gerat ehrlich. Da taucht Claudia plötzlich auf der Kippe auf, mit Neuigkeiten, die sein Weltbild ins Schwanken bringen.
TANZ AUF DER KIPPE entstand nach dem Roman „Augenoperation“ des Schriftstellers Jurij Koch. Bereits 1989 verfilmte Jürgen Brauer mit „Sehnsucht“ eine Novelle des sorbischen Autors. Regisseur Jürgen Brauer erinnerte sich in einem Zeitzeugengespräch mit der DEFA-Stiftung, dass das Drehbuch von TANZ AUF DER KIPPE ein Jahr vor der Wende nicht zur Verfilmung freigegeben wurde. Erst nach dem Mauerfall konnte das Projekt realisiert werden. Die Einbindung der politischen Ereignisse der Vorwendezeit in das Skript erfolgte nachträglich.
13 Mai
Nach Jahren der Entfremdung kehren mittlerweile erwachsene Geschwister in ihr Elternhaus zurück, um ungeklärte Spannungen untereinander aufzulösen und sich mit ihren emotional distanzierten Eltern auseinanderzusetzen. Dieses Wiedersehen zwingt die Familie, alte Wunden wieder aufzureißen und ihre Beziehungen neu zu bewerten.
Dabei verfolgen wir drei Familien, erzählt in drei Abschnitten: In "Father" machen sich die Geschwister Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) auf den Weg, um ihren exzentrischen Vater (Tom Waits) zu besuchen. Der zweite Teil "Mother" führt nach Dublin zur unterkühlten britischen Autorin (Charlotte Rampling), deren Töchter Timothea (Cate Blanchett), nur "Tim" genannt, und Lilith (Vicky Krieps) eigens in die Stadt gezogen sind, um näher bei ihr zu sein – sich aber dennoch nur einmal im Jahr zum Tee einfinden. Im finalen Kapitel "Sister Brother" begegnen wir Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) in Paris, die nach dem Tod der Eltern gemeinsam die Wohnung leer räumen.
Der vielfach preisgekrönte US-amerikanische Filmemacher Jim Jarmusch ist mit Werken wie „Only Lovers Left Alive“ und „Paterson“ für seine einfühlsamen Charakterstudien und seine ruhige Erzählweise bekannt. Mit „Father, Mother, Sister, Brother“ inszeniert Jarmusch sein eigenes Drehbuch und verspricht, eine leise, humorvolle und zugleich traurige Familiengeschichte auf die Leinwand zu bringen. Die Dreharbeiten fanden in New Jersey, Dublin und Paris statt und wurden Anfang 2024 abgeschlossen.
20 Mai
Der mürrische Witwer Walter (Heiner Lauterbach) lebt zurückgezogen mit seinem Hund in der malerischen Stadt Regensburg. Seine Tage verbringt er damit, als anonymer Restaurantkritiker im Internet zu agieren, wobei er sich gerne in negativen Bewertungen ergeht. Diese einsame Routine wird abrupt unterbrochen, als er zufällig auf seine alte Jugendliebe Alice (Iris Berben) trifft. Alice ist mittlerweile eine angesehene Kunstprofessorin und bringt frischen Wind in Walters eintönigen Alltag. Die Begegnung erinnert Walter an den gescheiterten Heiratsantrag vor 40 Jahren und entfacht in ihm eine längst vergessene Leidenschaft. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er beschließt, sich erneut um Alice zu bemühen. Er schreibt sich als Gaststudent in ihr Seminar ein, doch was ihn dort erwartet, übersteigt seine Erwartungen.
„Ein fast perfekter Antrag“ ist eine herzerwärmende romantische Komödie aus Deutschland. Unter der Regie von Marc Rothemund, bekannt für Filme wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (2005), entführt der Film das Publikum in eine Geschichte über späte Lebensfreuden und die zweite Chance auf Liebe. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Richard Kropf, der für seine präzise und einfühlsame Charakterzeichnung geschätzt wird.
27 Mai
In einem Land, in dem die Ausbildung von Mädchen als rebellisch angesehen wird, wagt es eine visionäre Frau, jungen Menschen das Träumen zu lehren. Als ihre Methode weltweit Aufmerksamkeit erregt, weckt ihr Erfolg Hoffnung – und Widerstand. Während Drohungen laut werden und Menschen um ihr Leben fürchten müssen, entfachen ihr Mut und Entschlossenheit eine Bewegung, die die Welt für immer verändern könnte.
„Die Schule des Mutes – Rule Breakers“ erzählt die Geschichte junger Frauen in Afghanistan, die entgegen aller Widerstände ihren Platz in der digitalen Welt erkämpfen. Im Zentrum steht Roya Mahboob, die eine IT-Schule gründet, um Mädchen Zugang zu Bildung, Technologie und einer freien Zukunft zu ermöglichen – in einem Umfeld, in dem Mut zur überlebenswichtigen Ressource wird.
Der Film zeigt kraftvolle weibliche Vorbilder, die Grenzen sprengen, gesellschaftliche Regeln hinterfragen und eine neue Generation inspirieren. Authentisch, emotional und voller Hoffnung veranschaulicht das Drama, wie aus Angst Mut entstehen kann – und aus Mut Veränderung.
Basierend auf der inspirierenden Lebensgeschichte der afghanischen Tech-Unternehmerin Roya Mahboob.